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Anlageklassen

Aviva Investors und Vermögensanlagen nach ESG-Kriterien
(Environmental, Social and Governance)

Nachhaltige und verantwortungsvolle Anlagen sind ein schnell wachsendes Marktsegment. Sie sind geprägt von der anhaltenden Debatte über die Bedingungen und Verfahren, die sogenannten „nachhaltigen“ und „verantwortungsvollen“ Investitionen Bedeutung verleihen. Um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, sind wir bei Aviva Investors vollkommen transparent in Bezug auf die Definition unseres Verständnisses der ESG-Anlageprinzipien, die Kriterien, die wir zu ihrer Beurteilung verwenden, und die Maßnahmen, die wir ergreifen, um der Geschäftsführung von Unternehmen, in die wir investieren, den richtigen Weg zu weisen.

Faktoren, die eine nachhaltige Entwicklung beeinflussen

  • Verbrauchernachfrage: Verbraucher fordern vermehrt ethische Produkte; sie sind zunehmend gewillt, zu recyceln, auf umweltbewusstere Energieversorger umzusteigen und Waren von Unternehmen zu beziehen, die sich auf Verpackungsreduzierung konzentrieren
  • Das EU-Emissionsrechtehandelssystem (EU ETS): Die Implementierung des EU ETS führt zu höheren Kosten für den Ausgleich von CO2-Emissionen bei stark umweltverschmutzenden Unternehmen und Industrien, was sie weniger attraktiv macht als ihre saubereren Entsprechungen.
  • Politik: Wechselnde politische Ziele in den USA und Europa dienen zunehmend als Anreiz für die Entwicklung von Umwelttechnologien und Bildungsfinanzierung.
  • Obligatorische Industrievorschriften: Klimaschutzabkommen wie das Kioto-Protokoll, andere Vereinbarungen zum Klimawandel und Verpflichtungen zur gemeinsamen Reduzierung von CO2-Emissionen stehen alle zunehmend auf der Tagesordnung. Von den Vorschriften sind mehr und mehr auch andere Sektoren, wie das Bauwesen, betroffen, in der Absicht, die Standards bei der Energieeffizienz zu verbessern. Unternehmen, die gegen die Vorschriften über giftigen Abfall wie die Chemical Directive (REACH), Waste Electrical and Electronic Equipment (WEEE) und Mülldeponie- und Pestizidkontrollen verstoßen, sehen sich vermehrt mit strengen Strafen konfrontiert.
  • Optimale Verfahren und Verhaltensweisen – Best Practice: Herstellerverantwortlichkeit und Best-Practice-Codes wie der Combined Code on Corporate Governance, das Carbon Disclosure Project (CDP), die UN Principles of Responsible Investment (UN PRI) und der UN Global Compact finden rasant mehr und mehr Zuspruch. Unternehmen, die diese Vereinbarungen nicht übernehmen, werden zunehmend von ihren Mitbewerbern, Kunden und der Anlagegemeinschaft genauestens unter die Lupe genommen.

Engagement Das fortlaufende Engagement bei Unternehmen, an denen wir Beteiligungen besitzen, ist ein zentraler Bestandteil unseres Anlageprozesses. Wir sind bemüht, die Geschäftsleitung vor einer Investition zu treffen sowie regelmäßig während der Halteperiode der Beteiligung Kontakt zu halten. Wir nutzen diese Gelegenheiten, um uns Informationen über das Unternehmen, seinen Geschäftsbetrieb und seinen Ansatz bei Fragen hinsichtlich Corporate Governance und Unternehmensverantwortung zu verschaffen. Außerdem teilen wir diesen Unternehmen unsere Ansichten bezüglich optimaler Verfahren und Verhaltensweisen mit sowie gegebenenfalls jegliche unternehmensspezifische Anliegen unsererseits.

Wir sind grundsätzlich der Ansicht, dass Unternehmen, die eine gute Unternehmensführung sowie Unternehmensverantwortung miteinander verbinden, für langfristigen Erfolg optimal positioniert sind. Als bedeutender Aktionär können wir diese Unternehmen in Richtung nachhaltigerer Geschäftspraktiken beeinflussen. Die Reaktion des Unternehmens auf diese Belange hilft uns dabei, unsere Einschätzung der Qualität der Geschäftsführung zu verbessern.

Corporate Governance und Stellvertreterstimmrecht

Was Corporate Governance anbelangt, verläuft unser Engagement bei Unternehmen, in die wir investieren, hauptsächlich über zwei Mechanismen: erstens durch persönliche Rückmeldungen an die Geschäftsleitung bei Treffen mit dem Unternehmen; und zweitens durch unsere Stimmabgabe bei den Jahreshauptversammlungen der Unternehmen.

Persönliche Treffen sind eine hervorragende Gelegenheit, um gute Verfahrensweisen zu validieren und schlechte Leistungen in Frage zu stellen. Wir decken dabei Nachhaltigkeitsfragen ab wie zum Beispiel: Standards bei der Mitarbeiterpolitik und Arbeitsbedingungen in der Lieferkette, Gesundheit und Sicherheit, Menschenrechte und Umweltmanagement. Wir bewahren detaillierte Aufzeichnungen über diese Besprechungen auf, um zu überwachen, inwieweit Unternehmen ihr Verhalten verändern, und um sie an ihre uns gegenüber eingegangenen Verpflichtungen zu erinnern.

Was unsere Stimmrechte bei den Jahreshauptversammlungen von Unternehmen angeht, erwarten wir von allen Spitzenunternehmen in Großbritannien und Kontinentaleuropa, dass sie Informationen über ihre Exponierung zu Hauptrisiken in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Corporate Governance und deren Management veröffentlichen. Wenn Unternehmen unzureichende Informationen veröffentlichen, können wir uns der Stimme enthalten oder gegen den Entschluss stimmen, den Jahresbericht anzuerkennen. In 2007 haben wir bei 482 Jahreshauptversammlungen von Unternehmen, die im FTSE 350 Index und im FTSE Eurofist 300 Index enthalten sind, abgestimmt. In 88 Fällen haben wir gegen die Anerkennung des Jahresberichts des Unternehmens basierend auf ESG-Kriterien gestimmt bzw. uns der Stimme enthalten.

Aviva Investors und das Carbon Disclosure Project

Wir sind ein Gründungsmitglied der Initiative Carbon Disclosure Project (CDP), die umfassende Transparenz in der Berichterstattung hinsichtlich von klimaschädlichen CO2-Emissionen zum Ziel hat. Im Verlauf von 2007 haben wir unsere Aktionärsrechte dazu genutzt, um diese Initiative zu fördern, und den Kontakt mit 29 Unternehmen gesucht, die durch beharrliche Nichteinhaltung des Projekts auffielen. Wir nehmen Unternehmen ins Visier basierend auf den potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf ihren Geschäftsbetrieb und dem Potenzial ihrer Geschäftsaktivitäten, den Klimawandelprozess zu beeinflussen. Als Folge unseres Engagements lieferten 15 – bzw. mehr als die Hälfte – der Unternehmen, an die wir in dieser Sache herantraten, zum ersten Mal eine vollständige Beantwortung des CDP-Fragebogens. Wir beabsichtigen, diese Informationen in Zukunft in unsere Investitionsanalyse einzubeziehen. Gleichzeitig werden sie uns auch Informationsmaterial für unsere Stimmabgabe bei zukünftigen Jahreshauptversammlungen liefern. Das CDP hat uns für unseren Beitrag zu den besseren Beantwortungszahlen seinen Dank ausgesprochen.

Weitere Informationen über die CDP-Initiative erhalten Sie unter dem Link zu der Website des Projekts: www.cdproject.net/